Apnoe

Trotz der Tatsache, dass wir ein Drittel unseres Lebens durchschlafen, wussten wir noch bis vor kurzem wenig über Schlafstörungen. Leider bleiben viele Patienten mit Schlafstörungen nicht diagnostiziert.

Prävalenz von Atemstörungen beim Schlafen ist 20%, davon sind 4% bedeutend. In Slowenien gehen wir davon aus, dass rund 80.000 Menschen an einer Atemstörung während des Schlafes leiden, es überwiegen Männer im Verhältnis 4:1.
Die häufigste Störung ist die obstruktive Schlafapnoe mit der Abkürzung OSA, die aus dem englischen Begriff „Obstructive Sleep Apnea“ stammt.  Schnarchen ist oft mit obstruktiver Schlafapnoe verbunden, obwohl die meisten Schnarcher in der Regel gesund sind und keine bedeutsame obstruktiven Schlafapnoe haben.
Worauf sollte man also besonders aufmerksam sein: auf Schnarchen, auf das Aussetzen der Atmung während des Schlafes (Apnoe), auf störenden und schlechten Schlaf und Tagesschläfrigkeit.
Unfälle in Tschernobyl, Bhopal, auf der Three Mile Insel und das Abstürzen von Challenger wurden offiziell einem fatalen Fehler wegen Müdigkeit zugeschrieben und sehr wahrscheinlichen Schlafstörungen.
Chronisch gestörter Schlaf, der ein regelmäßiger Begleiter der obstruktiven Schlafapnoe (OSA) ist, hat verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit, weil er zu Herz-Kreislauf-Krankheit führt, Bluthochdruck, Diabetes Typ II, Anfälligkeit für Schlaganfall, psychischen Störungen, Rückgang sexueller Macht bzw. Libido, Fettleibigkeit verursacht, ...
Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe sind bitter, depressiv, abgelenkt und im Leben weniger ergebnisreich.
Schlaf ist nämlich ein aktiver Prozess. Er tritt in verschiedenen Stadien ein. Es gibt zwei Arten von Schlaf: Schlaf, bei dem wir die Augen schnell bewegen (REM-Schlaf) und Schlaf, bei dem wir die Augen nicht schnell bewegen (NREM-Schlaf).  REM-Schlaf dauert 20%, NREM-Schlaf 80% des Schlafes. REM-Schlaf tritt etwa alle 90 Minuten ein.
NREM-Schlaf regeneriert die Abschwächung des Körpers, die am Ende des Tages erscheint, REM-Schlaf entspannt das Gehirn, mit dem Grübeln über Eindrücke, Erinnerungen und Gedanken der vergangenen Tage. Da träumen wir. In Episoden von NREM-Schlaf treten häufiger zentrale Apnoen  auf, im REM-Schlaf-Episoden sind obstruktive Apnoen (OSA) häufiger.
Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe sagen in der Regel, dass sie nicht träumen. Durch Schlafstörungen verkürzen sie die REM-Phase.
Erwachsene schlafen durchschnittlich 7,5 Stunden pro Nacht, mit der häufigsten Spanne von 5 bis 9 Stunden pro Nacht.
 
 
TAGESSCHLÄFRIGKEIT:
Wenn Tagesschläfrigkeit während einer längeren Zeitperiode einhält, gibt es eine Wahrscheinlichkeit, dass die Einzelperson an Schlafstörungen leidet. Tagesmüdigkeit kann aber auch nur ein Symptom des Schlafentzugs sein, oder erscheint wegen zu kurzem Schlaf.  Der Mangel an Schlaf wird nämlich kumulativ angesammelt.
Wenn wir zum Beispiel täglich eine Stunde weniger schlafen als wir benötigen bzw. als es für uns optimal ist, fehlen uns am Ende der Woche 7 Stunden Schlaf, was einem Defizit einer vollen Nacht entspricht.
 
Die Ursachen für Tagesmüdigkeit sind:
 
  • der Mangel an Schlaf (akut nach einer durcwachten Nacht oder kumulativ wegen zu kurzem Schlaf, dessen Periode länger dauert);
  • Schichtarbeit bzw. Nachtarbeit oder Arbeit sehr früh am Morgen;
  • schlechte Schlafgewohnheiten (vernachlässigte Schlafhygiene);
  • der Zeitunterschied wegen Reisen in eine andere Zeitzone, am häufigsten mit dem Flugzeug (Jetlag);
  • Missbrauch oder Abhängigkeit von verschiedenen Verbindungen (Nikotin, Alkohol, Drogen, ...);
  • Krankheiten wie verschiedene Schlafstörungen, die häufigste ist obstruktive Schlafapnoe.
 
Dies sind die häufigsten Ursachen für Müdigkeit während des Tages, denenwir in der modernen Gesellschaft begegnen.