Gründe für schlafstörungen

 
SCHNARCHEN
Von 30 bis 40% der Erwachsenen schnarchen. Normalerweise ist das keine Krankheit. Männer und Menschen mit Übergewicht und kurzem fettigem Hals schnarchen häufiger. Schnarchen ist störend für beide, sowohl für den Schnarcher als auch für den Partner und ist oft ein Indikator für obstruktive Schlafapnoe (OSA).
Die Ursache des Schnarchens ist in der Schwingung (Vibration) der Schleimhaut der oberen Atemwege und des weichen Gaumens während des Schlafs, wenn die Körpermuskeln, und natürlich auch die Halsmuskeln, sich entspannen und lockerer werden. Schnarchen wird durch Alkohol, Drogen oder Beruhigungsmittel verstärkt.
Schnarchen kann vorübergehend auch bei einer Entzündung der oberen Atemwege auftreten (Schnupfen, Halsschmerzen). Es tritt häufig bei einer chronischen Entzündung der oberen Atemwege (chronische Rhinitis, Nasenpolypen, vergrößerte Rachenmandeln oder Mandeln ...) auf.
Übergewicht ist einer der wichtigsten Faktoren für Schnarchen und Schlafapnoe. Die empfänglichsten sind Menschen mit zentralem Übergewicht und fettigem Hals. Diese Menschen haben, aufgrund der dicken Fettschicht unter der Schleimhaut der oberen Atemwege, verengte oder gar verschlossene Atemwege.
 
 
OBSTRUKTIVE SCHLAFAPNOE (OSA)
Der Begriff "Apnoe" bedeutet die Einstellung der Atmung. Etwa 2 bis 4% der Erwachsenen haben mindestens eine weniger schwere Form der OSA. Es handelt sich um eine dynamische Obstruktion der oberen Atemwege (Nasenwege, Rachen oder Kehlkopf) während des Schlafes. Normalerweise entspannen sich die Muskeln während des Schlafes und werden damit lockerer. Die Zungenwurzel kann zurück gegen die Rückwand der Kehle gleiten, schlaffer und verdickter weicher Gaumen kann sich an die Zungenwurzel senken, geschwollene oder entzündete Schleimhaut der Nasengänge und des Rachens kann den Atemweg komprimieren, das Gleiche auch bei der vergrößerten Rachenmandel und/oder Mandeln.
All diese Ursachen können vorübergehend die Strömung der Luft in die Lunge unterbrechen; der Stillstand kann 10 bis 120 Sekunden dauern. Während der Apnoe (Atemstillstand) schrumpft die Atemmuskulatur und Zwerchfells, um den Luftstrom bzw. die Einatmung zu ermöglichen.
Solche Patienten schnarchen häufig in der Nacht, wälzen sich im Bett, schwitzen übermäßig und wachen immer wieder panisch wegen Atemnot auf. Partner bemerken, dass Schnarcher mehrmals in der Nacht aufhören zu atmen. Am Morgen wachen solche Patienten sehr bedrückt auf, sie sind müde, langsam, haben das Gefühl, dass sie sich nicht ausgeschlafen haben bzw. dass sie nichts geträumt haben. Im Laufe des Tages nicken sie mehrmals ein, sowohl zu Hause als auch am Arbeitsplatz. Arbeitsintensiv und geistig sind sie weniger wirksam. Sie verursachen oft Arbeits- und Verkehrsunfälle. Die Behandlung auf mehreren Ebenen beinhaltet Gewichtsverlust, Förderung der körperlichen Aktivität, die Regulierung der nasalen Wege (Operation oder entzündungshemmend), die Einnahme von Beruhigungsmitteln und Alkohol wird abgeraten, zusätzliche Behandlung mit Geräten ist erforderlich, die den Überdruck in den Atemwegen produzieren (CPAP).
 
 
NARKOLEPSIE
Das ist eine Schlafstörung, die während der Teenager-Jahre beginnt. Eine chronische übermäßige Tagesschläfrigkeit ist anwesend und die Entstehung eines echten "Anfalls" plötzlicher Schläfrigkeit, wenn man trotz unpassender Situation dem Schlaf nicht widerstehen kann. Solche Patienten sind manchmal genetisch belastet und haben Vorfahren mit ähnlichen Problemen.
Kataplexie ist eine Form der Narkolepsie, wo während einem Schlafanfall auch Muskelparalyse auftritt und Alpträume mit Halluzinationen ähnlichen Zuständen.
Die Behandlung von Narkolepsie ist in Händen von Neurologen, die auf Schlafstörungen spezialisiert sind.
SYNDROM DER UNRUHIGEN BEINE
Dies ist ein unangenehmes Jucken in den Beinen, das durch einen unwiderstehlichen Drang, die Beine zu bewegen, ausgelöst wird. Es hilft die Beine zu bewegen und zu spazieren. Solche Patienten wachen in der Nacht daher häufig auf, schlafwandeln ... Der Schlaf ist sehr gestört. Die Behandlung ist relativ einfach, mit entspannenden Dehnungsübungen für die Gliedmaßen, mit Yoga vor dem Schlafengehen und mit Eisenersatz, im Falle von Eisenmangel.
SCHLAFWANDELN
Betrifft am häufigsten Kinder. Es handelt sich um Laufen während des Schlafes. Es ist oft mit Depressionen und Angstzuständen verbunden. Episoden können auch bis zu einigen Minuten dauern. Es gibt keine spezifische Behandlung.
In den meisten Fällen vergeht es während des Erwachsenwerdens.
SCHLAFSTÖRUNGEN BEI SOMATISCHEN ERKRANKUNGEN
Diese Störungen sind mit schweren somatischen Erkrankungen verbunden. Das sind Patienten mit unkontrolliertem nächtlichen Asthma, chronischem Bronchitis (COPD) und einem Mangel an Sauerstoff im Blut, Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz und nächtlichem Keuchen, mit Herzrhythmusstörungen, Diabetes Typ 2, mit Refluxkrankheit der Speiseröhre, der Parkinson-Krankheit oder Schmerzsyndrom bei Krebs oder neurologischen Störungen. Die Therapie ist symptomatisch und gezielt je nach Art der Erkrankung.
SCHLAFSTÖRUNGEN BEI PSYHISCHEN ERKRANKUNGEN
Depression, Angstneurose, posttraumatische Belastungsstörung oder Panikstörung beeinträchtigen den Schlaf sehr. Solche Patienten benötigen eine psychiatrische Behandlung und Therapie.